Originale | Controproposta | Motivo o commento |
---|---|---|
|
||
Rein technologische Lösungen wie die CO2-Entfernung aber auch die Abscheidung und Lagerung von CO2 aus Punktquellen wie Kehrichtverbrennungsanlagen und Zementwerken sind aus Sicht der Klima-Allianz Teil des mittlerweile nötigen Lösungsportfolios, weil wir leider seit 1990 den Klimaschutz vernachlässigt und die Emissionen nicht wie notwendig gesenkt haben. Die CO2-Emissionen sind um 70% gestiegen. Es ist aber klar, dass echte Emissionsverminderungsmassnahmen an der Quelle die Top-Priorität der Klima-Allianz bleiben. Diese sind weltweit und auch in der Schweiz viel einfacher umzusetzen, wenn ja, die einen übermässig hohen CO2-Fussabdruck haben, gleichzeitig ihren Konsum auf realistische Dimensionen anpassen . Denn das hohe Konsumniveau z.B. der Schweiz sprengt nicht nur beim Klima die planetaren Grenzen; technologische Klimaschutzlösungen wie z.B. Elektroautos tragen durch den Rohmaterialverbrauch dazu bei, dass weitere planetare Grenzen gesprengt werden. |
Bezüglich Abscheidung und CO2-Lagerung schlage ich eine wesentlich kritischere Haltung vor. Siehe zum Beispiel https://www.bund.net/klimawandel/ccs/ | |
|
||
Eine sektorübergreifende Abgabe auf alle Treibhausgase in Höhe der Klimaschadenskosten verhindert, dass das marktwirtschaftliche System die Klimakrise zusätzlich direkt befeuert. |
Eine sektorübergreifende Abgabe auf alle Treibhausgase mindestens in Höhe der Klimaschadenskosten verhindert, dass das marktwirtschaftliche System die Klimakrise zusätzlich direkt befeuert. | Es kann ja in Einzelfällen sinnvoll sind, höher zu gehen, insbesondere falls die Wirkung zu gering ist. |
|
||
Eine vorgezogene Entsorgungsgebühr für alle Kunststoffe in der Höhe der Vollkosten der Entsorgung über Carbon Capture & Storage (CCS) wird bei inländischer Produktion und an der Grenze erhoben. Die Erträge fliessen ins Kunststoffrecycling und in CCS bei allen Kehrichtverbrennungsanlagen, und die vorgezogene Abgabe trägt zu Minderverbrauch bei. |
Eine vorgezogene Entsorgungsgebühr für alle Kunststoffe in der Höhe der Vollkosten der Entsorgung über Carbon Capture & Storage (CCS) wird bei inländischer Produktion und an der Grenze erhoben. Die Erträge fliessen ins Kunststoffrecycling, in die Entwicklung bzw. Anwendung von Alternativen zu Kunststoffen und in CCS bei allen Kehrichtverbrennungsanlagen, und die vorgezogene Abgabe trägt zu Minderverbrauch bei. | |
|
||
Technische Treibhausgase (wie SF6) tragen kaum mehr zur Treibhausgasbilanz der Schweiz bei und verbleibende Restemissionen werden durch CO2-Entfernung ausgeglichen. |
Da im Titel auch Abfälle steht, würde ich darauf hinweisen, dass die Menge der Abfälle reduziert werden muss auf ein Mass, welches im Einklang mit den planetaren Grenzen ist (dazu gehört neben CO2 auch alle anderen Schadstoffe, wie z.B. Atommüll, Sondermüll, usw.). Bei den Hindernissen müsste man sich überlegen, ob die grossflächige Verwendung der Abwärme aus KVA für Fernwärme nicht zu einer fatalen Abhängigkeit von Abfall führt. Vermutlich sind wir bei den meisten KVA's noch relativ weit von diesem Punkt entfernt- ich habe es nicht nachgeprüft. | |
|
||
Nicht-fossile Alternativen (z.B. Wasserstoff) sind im Vergleich zu fossilen Brennstoffen oft teurer. |
Nicht-fossile Alternativen (z.B. Wasserstoff) sind im Vergleich zu fossilen Brennstoffen oft teurer. Ihre Herstellung aus erneuerbarem Strom kann im In- und Ausland Druck auf die Verwendung von wertvollen Landschaften zur Stromgewinnung ausüben. | |
|
||
Wird CO2 aus Abfallverbrennung und Zementproduktion in reiner Form durch die Betriebe bereitgestellt, besteht keine Infrastruktur, um dieses CO2 kostengünstig zu lagern. |
Wird CO2 aus Abfallverbrennung und Zementproduktion in reiner Form durch die Betriebe bereitgestellt, besteht keine Infrastruktur, um dieses CO2 kostengünstig zu lagern. Die Technologie zur Speicherung von CO2 in Tiefenlagern ist umstritten, sie konnte bisher trotz jahrelanger Versuche den Beweis der langfristigen Stabilität nicht erbringen. Zudem sind die Haftungsfragen bei Havarien, usw. noch ungeklärt bzw. werden auf die Allgemeinheit übertragen. | Ich finde den Hinweis auf die Unsicherheiten mit der CO2-Abscheidung und insbesondere der Lagerung in ehemaligen Oel- und Gasstätten sehr wichtig. |
|
||
Eine Marge auf CO2-Kosten in den Kostenkalkulationen ist verboten. |
Könnte man hier noch eine Begründung einfügen? Ich verstehe den Grund nicht. | |
|
||
CO2-Entfernung ist nur erlaubt, wenn Möglichkeiten zu Reduktion und CCS ausgeschöpft sind. |
CO2-Entfernung ist nur erlaubt, wenn Möglichkeiten zu Reduktion und CCSder Emissionen ausgeschöpft sind. | Verstehe ich nicht. CCS beinhaltet doch als ersten Schritt eine CO2-Abscheidung. |
|
||
Die Schweiz realisiert eine staatliche Infrastruktur zum Sammeln und Transportieren von CO2 aus Punktquellen mit dem Ziel, das CO2 in nationalen und ausländischen Speichern zu lagern. |
Die Schweiz realisiert eine staatliche Infrastruktur zum Sammeln und Transportieren von CO2 aus Punktquellen mit dem Ziel, das CO2 in nationalen und ausländischen Speichern zu lagern. Die Kosten dafür werden verursachergerecht überwälzt. | |
|
||
In der Baugesetzgebung herrscht ein Flickenteppich mit uneinheitlichen und zu wenig wirksamen kantonalen Regulierungen. |
Evtl. ergänzen, dass die kantonale Zuständigkeit sich bremsend auf Veränderungsprozesse auswirkt. | |
|
||
Die Betriebsoptimierung der Haustechnik wird Pflicht und kann entweder im fixen Zyklus erfolgen (analog zur heutigen Emissionsprüfung) oder anhand von ferngemessenen Energieverbrauchsdaten ausgelöst werden. |
Evtl. noch ergänzen mit Solarpflicht bei jeweils bei Dachrenovationen und für Bauten im Bestand bis 2035 oder 20240 | |
|
||
Die Landwirtschaft wird weiterhin insbesondere Lachgas- und Methanemissionen verursachen. Technologien zur CO2-Entfernung sind somit nötig, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. |
Die Landwirtschaft wird weiterhin insbesondere Lachgas- und Methanemissionen verursachen. Technologien zur CO2-Entfernung sind somit nötig, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. | Damit macht man es m.E. der Landwirtschaft zu einfach. Es gibt durchaus Formen der regenerativen Landwirtschaft, welche keine THG-Emissionen verursachen. Deshalb würde ich diesen Punkt weglassen. |
|
||
Jedes Jahr neue Flächen auf Gebäuden/Infrastrukturen für den Zubau von 2.5 GW Photovoltaik zu bekommen, ist anspruchsvoll, weil viele Hausbesitzer:innen den Aufwand scheuen, die finanziellen Mittel nicht flüssig haben oder sich nicht für 30 Jahre festlegen wollen. |
Jedes Jahr neue Flächen auf Gebäuden/Infrastrukturen für den Zubau von 2.5 GW Photovoltaik zu bekommen, ist anspruchsvoll, weil viele Hausbesitzer:innen den Aufwand scheuen, die finanziellen Mittel nicht flüssig haben oder sich nicht für 30 Jahre festlegen wollen oder sie zu bequem sind. | Es gibt Leute, die einfach nur "keine Lust" haben. Es wäre rentabel, sie hätten das Geld, das Dach ist geeignet, usw. |
|
||
Wenn Netzanpassungen und bidirektionale Transformatoren zu spät realisiert werden, können neue Kraftwerke nicht oder nur verzögert ans Netz gehen. |
Wenn Netzanpassungen und bidirektionale Transformatoren zu spät realisiert werden, können neue Kraftwerke nicht oder nur verzögert ans Netz gehen. Fehlende bzw. wenig vorausschauende Netzplanung bremst die Transformation. | |
|
||
Die potenziell riesige Menge an Elektroautobatterien kann nur netzdienlich eingesetzt werden, wenn die Batterien auch in Mietliegenschaften möglichst oft am Netz sind sowie möglichst bidirektional betrieben werden und wenn über dynamische Tarife die richtigen Anreize gesetzt werden. Die Voraussetzungen hierzu sind heute nicht gegeben. |
Siehe Bemerkung unten. Ich würde eher das netzdienliche Laden betonen. Es fehlen jegliche Anreize für Endverbraucher zum netzdienlichen Verhalten, unabhängig davon, ob es um das Laden eines E-Fahrzeugs, das Betreiben einer Wärmepumpe oder einer Waschmaschine geht | |
|
||
Analog zur EU sollen Solarstandards eingeführt werden. Grosse Flächen auf Nicht-Wohngebäuden, Parkplätzen und weiteren Infrastrukturen sowie auf Wohngebäuden sollen dabei bei Neu- und Umbau priorisiert und so festgelegt werden, dass ein gleichmässiger Zubau von rund 2.5 GW pro Jahr stattfindet. |
Ich würde hier nicht um den Brei herum reden, sondern klar eine Solarpflicht für neue und bestehende Gebäude fordern. Nur so kann der Bedarf an PV-Anlagen auf Freiflächen begrenzt werden. | |
|
||
Die Standards für die Festlegung von kantonalen Eignungsgebieten und die Minimalanforderungen an Umweltverträglichkeitsberichte sind erhöht. |
Müsste man hier allenfalls noch die sinnvolle oder nicht sinnvolle Mitwirkung der Gemeinden ansprechen? Ich meine das NIMBY-Problem, wonach betroffene Gemeinden in der Regel Windprojekte ablehnen. Dies ist aber natürlich ein sehr komplexes Terrain mit hohem Konfliktpotential.... | |
|
||
Das Recht auf Laden von Elektroautos ist eingeführt und bidirektionales Laden ist tariflich und durch Förderung attraktiv. |
Ich bin bezügliche bidirektionalem Laden etwas kritisch. Für EFH-Besitzer kann dies attraktiv sein. Im MFH oder auf Firmengeländen wird es aber eher komplex. Liest man Studien zur Netzdienlichkeit der bidirektionalen Ladestationen, dann kommt in der Regel 80% der Wirkung von der Verschiebung des Ladezeitpunktes und nur etwa 20% durch Einspeisung von Strom. D.h. 80% der Wirkung kann mit normalen Ladestationen erreicht werden, welche mit Lastmanagement gesteuert werden. Ich befürchte, dass wir mit der Betonung auf bidirektionale Ladestationen Ausreden unterstützten, wonach mit dem Umstieg auf E-Mobilität noch zugewartet werden soll, bis bidirektionale Ladestationen als Standard etabliert sind. | |
|
||
Netzdienliche dynamische Tarife mit Preisabsicherung stellen transparente und sozial gerechte Rahmenbedingungen für Konsument:innen sicher. Zudem sorgen sie für eine Nachfragesteuerung, welche teure Kapazitätserweiterungen im Verteilnetz verhindert/reduziert. |
Sind damit auch Einspeisetarife gemeint? Ich würde diese einbeziehen, denn dadurch liesse sich auch die Spitzenlast bei der Einspeisung bzw. fehlender Winterstrom wirtschaftlich beanreizen. Generell finde ich dies ein sehr gutes Instrument. | |
|
||
Es erfolgt keine direkte oder indirekte öffentliche Förderung von neuen thermischen Reservekraftwerken inklusive neuer und bestehender Atomkraftwerke. |
Ich würde als neuer Punkt noch das Instrument der durch Stromlieferanten zu erbringenden Effizienzdienstleistungen aufführen (Stromgesetz). Vorgaben dafür sollen verschärft werden, sodass 10 TWh Strom bis 2025 eingespart werden können. Wäre nicht auch Energie-Suffizienz noch ein Thema? (Vielleicht ist dies an einem anderen Ort im Dokument enthalten?) | |
|
||
Investoren und Asset-Manager setzen im Rahmen von Active Ownership mit einer öffentlich einsehbaren Eskalationsstrategie ihr Gewicht als Finanzierer gegenüber den Unternehmen ein, welche die grösste Verantwortung für die weltweiten Treibhausgasemissionen haben. |
Evtl. noch ein zusätzlicher Punkt (weiss nicht, ob er wirklich hier passt): Der Bund fördert mit seinen Förderinstitutionen (z.B. Innosuisse, P&D-Projekte, usw.) nur noch Forschungs- und Entwicklungsprojekte, welche nachweislich zu einer Wirtschaft im Einklang mit den planetaren Grenzen beitragen. Wissenschaftsförderung z.B. für Oel- und Gasindustrie, Atomkraft, usw. ist verboten. |