Originale | Controproposta | Motivo o commento |
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Hier setzt dieser dritte Klima-Masterplan der Klima-Allianz an. Der Klima-Masterplan skizziert konkret die Zielvorstellungen für die Transformation und zeigt, wie die Schweiz ihre mächtigen Klimaschutz-Hebel nutzen kann, um innerhalb der nächsten zehn Jahre auf netto-null zu kommen. Der Plan veranschaulicht, wie unser Land innerhalb dieses Zeitrahmens seine Emissionen im Inland radikal senken kann, und beschreibt, wie zusätzliche Emissionen aus der Atmosphäre entfernt werden sollen. Der Klima-Masterplan macht deutlich, dass die Schweiz über diverse Klimahebel verfügt, mit denen sie massgeblich den Ausstoss von Treibhausgasemissionen weltweit beeinflussen kann: sei es über den Finanzplatz, über die vielen hier ansässigen und international tätigen Unternehmen und über den regen Import und Export. In jedem Kapitel werden kurz und anschaulich die heutigen Hürden, welche eine rasche Transformation verhindern und bremsen, aufgeführt. Ein darauf folgender Instrumentenmix zeigt, wie diese Hürden abgebaut und wie die Transformation beschleunigt werden kann. |
Begründung für Zeithorizont 2035 fehlt (CO2-Budget) | |
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Damit die 1.5°C-Grenze nicht überschritten wird, ist die Einhaltung des noch verbleibenden globalen CO2-Budgets (auch Kohlenstoffbudget, Carbonbudget oder Klimabudget genannt) massgebend. Aufgrund des Zusammenhangs der kumulierten Menge an CO2 mit der resultierenden Erwärmung kann bestimmt werden, wie viele CO2-Emissionen noch maximal ausgestossen werden dürfen, um den globalen Temperaturanstieg noch auf 1.5°C begrenzen zu können. Wird das noch verbleibende Restbudget übernutzt, resultiert eine höhere Erwärmung. |
Hier noch verlinken auf den neusten Cabron Budget Report 2024. https://www.sciencemediacentre.org/the-global-carbon-budget-2024/ | |
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Die weltweit benötigte Transformation zur Bewältigung der Klimakrise stellt viele Länder im globalen Süden vor grosse finanzielle Herausforderungen. Eine Verpflichtung für die Industriestaaten zur finanziellen Unterstützung der Entwicklungsländer ist im Pariser Abkommen festgeschrieben. Der Schweizer Beitrag beträgt jährlich 450 bis 600 Millionen USD. Von zivilgesellschaftlicher Seite wurde der Bundesrat kritisiert, für diesen so genannten «fairen Anteil» die Verantwortung der Schweiz für die Klimakrise bisher kleingerechnet zu haben. Dieser müsste bei mindestens 1 Milliarde Dollar pro Jahr liegen, da bei der Berechnung des Beitrags die Wirtschaftskraft und die Treibhausgasemissionen im Ausland zu berücksichtigen sind, die durch den hohen Konsum der Schweiz verursacht werden. Ausserdem müsste der Beitrag zusätzlich zur internationalen Zusammenarbeit erfolgen. |
Quelle zu 450-600mio USD fehlt: Bericht des BR in Erfüllung Postulat APK-N (15.3798). Weiter gibt es eine spannende Studie von South Pole (im Auftrag des Bundes), die alternative Finanzierungsquellen untersucht hat. | |
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Der äussere Kreis zeigt die Hebel, welche die Schweiz hat, um die indirekten Emissionen zu mindern. Die grauen Emissionen im Ausland, die durch unseren Konsum entstehen, übersteigen bereits die Inlandemissionen. Noch höher sind die Emissionen von in der Schweiz angesiedelten Firmen, welche deren Unternehmen im Ausland verursachen, um die dortigen Märkte zu bedienen. Verfolgen die Firmen die Ziele der Science Based Targets Initiative (SBTi), können diese Emissionen auf netto-null reduziert werden. Und nochmals mächtiger sind die Emissionen, die mit dem Schweizer Finanzplatz verbunden sind. Die Emissionsmengen im äusseren Kreis sind zwar deutlich höher, aber die Möglichkeiten, diese Hebel durch die Schweiz zu betätigen, sind schwächer. |
Der äussere Kreis zeigt die Hebel, welche die Schweiz hat, um die indirekten Emissionen zu mindern. Die grauen Emissionen im Ausland, die durch unseren Konsum entstehen, übersteigen bereits die Inlandemissionen. Noch höher sind die Emissionen von in der Schweiz angesiedelten Firmen, welche deren Unternehmen im Ausland verursachen, um die dortigen Märkte zu bedienen. Verfolgen die Firmen die Ziele der Science Based Targets Initiative (SBTi), können diese Emissionen auf netto-null reduziert werden. Und nochmals mächtiger sind die Emissionen, die mit dem Schweizer Finanzplatz verbunden sind. Die Emissionsmengen im äusseren Kreis sind zwar deutlich höher, aber die Möglichkeiten, diese Hebel durch die Schweiz zu betätigen, sindder Einfluss der Schweiz auf diese Hebel ist schwächer. | Einfluss ist zwar zunehmend schwächer, Möglichkeiten bestehen weiterhin. |
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Die Klima-Allianz will deshalb nicht, dass mit kreativer Buchhaltung Klimaziele erreicht werden. Die Auslandskompensation soll spätestens per 2030 beendet werden. Die Gefahr ist gross, dass die Schweiz durch diese Praxis wirkungsvolle Massnahmen im Inland auf die lange Bank schiebt. Die Klimaverantwortung der Schweiz verlangt eine beschleunigte inländische Transformation und die verstärkte Mitfinanzierung der weltweiten Transformation über die internationale Klimafinanzierung. Der bisherige Weg über die Kompensation von CO2-Emissionen mit Projekten im Ausland hingegen vermischt die Schweizer Klimaziele mit der Klimafinanzierung im Ausland in einer Art und Weise, welche die Ambitionen der Klimapolitik aller beteiligten Länder verringert. |
Die Klima-Allianz will deshalb nicht, dass mit kreativer Buchhaltung Klimaziele erreicht werden. Die Auslandskompensation soll spätestens per 2030 beendet werden. Die Gefahr ist gross, dass die Schweiz durch diese Praxis wirkungsvolle Massnahmen im Inland auf die lange Bank schiebt. Die Klimaverantwortung der Schweiz verlangt eine beschleunigte inländische Transformation unter Ausnutzung sämtlicher Klimahebel und die verstärkte Mitfinanzierung der weltweiten Transformation über die internationale Klimafinanzierung. Der bisherige Weg über die Kompensation von CO2-Emissionen mit Projekten im Ausland hingegen vermischt die Schweizer Klimaziele mit der Klimafinanzierung im Ausland in einer Art und Weise, welche die Ambitionen der Klimapolitik aller beteiligten Länder verringert. | Damit Finanzplatz nicht aussenvor gelassen wird. |
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Der Schweizer Finanzsektor als Ganzes ist Teil der Lösung für die weltweite Transformation. Mit ihren Investitionen sind die Schweizer Finanzakteure mitverantwortlich für weltweite Emissionen, die das rund 14- bis 18-fache der hiesigen Inlandemissionen betragen. Darum haben wir mit dem Schweizer Finanzplatz und den Finanzflüssen (Investitionen, Finanzierungen, Versicherungen etc.) einen sehr grossen Hebel im Ausland. |
Der Schweizer Finanzsektor als Ganzes ist Teil der Lösung für die weltweite Transformation und übernimmt mehr Verantwortung. Mit ihren Investitionen sind die Schweizer Finanzakteure mitverantwortlich für weltweite Emissionen, die das rund 14- bis 18-fache der hiesigen Inlandemissionen betragen. Darum haben wir mit dem Schweizer Finanzplatz und den Finanzflüssen (Investitionen, Finanzierungen, Versicherungen etc.) einen sehr grossen Hebel im Ausland. | |
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Die bestehenden regulatorischen Vorgaben im Finanzmarkt- und Aktienrecht unterstützen kurzfristiges Denken (z.B. Gewinn-/Verlustreporting pro Quartal). Das wichtige Vorsorgeprinzip hat keinen Stellenwert in der Finanzmarktregulierung. Auch Verträge, etwa im Versicherungsbereich, sind oft kurzfristiger Natur und verhindern so im Schadensfall umweltfreundliche Varianten, die mit höheren Anfangsinvestitionen verbunden sind. |
Die bestehenden regulatorischen Vorgaben im Finanzmarkt- und Aktienrecht unterstützen kurzfristiges Denken (z.B. Gewinn-/Verlustreporting pro Quartal). Das wichtige Vorsorgeprinzip hat keinen Stellenwert in der Finanzmarktregulierung. Auch Verträge, etwa im Versicherungsbereich, sind oft kurzfristiger Natur und verhindern so im Schadensfall umweltfreundliche Varianten, die mit höheren Anfangsinvestitionen verbunden sindsetzten aus Umweltsicht falsche Anreize. Dadurch fördern sie "Moral Hazard" und verhindern sie so u.a. im Schadensfall umweltfreundliche Lösungen. | Höhere Anfangsinvestition ist eine Annahme und nicht in jedem Einzelfall zutreffend, darum weglassen. Grüne Alternativen können schon vor dem Schadensfalls gewählt werden. Weitere Hebel siehe auch: https://wwf.panda.org/?9548441/WWF-urges-insurance-companies-to-take-responsibility-for-their-underwriting-business |
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Für grüne Investitionen bestehen bisher nicht die richtigen Rahmenbedingungen auf dem Kapitalmarkt. |
Es fehlen viele weitere wichtige Hürden: - Mangelnde Begriffsdefinition zu Nachhaltigkeit und Übergangsfinanzierung sowie auch Bewusstsein der Bevölkerung über die Möglichkeiten & Rolle des Finanzsektors. - Externe Kosten sind nicht in den Wirschaftsaktivitäten reflekiert und damit auch nicht in den Finanzsystemen integriert. - Zeithorizont: Anlagehorizont vs. Konsequenzen - Datenverfügbarkeit (insbesondere in Bezug auf die Finanzierung von KMU) führt zu fehlenden Unterstützung-Lösungen. | |
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Investitionen, Kredite und Versicherungsdienstleistungen für Projekte und Firmen, die neue Infrastruktur für fossile Energien fördern, sind wirtschaftlich unattraktiv oder verboten. |
Investitionen, Kredite und Versicherungsdienstleistungen für Projekte und Firmen, die neue Infrastruktur für fossile Energien fördern, sind wirtschaftlich unattraktivfossile Vorkommen erschliessen oder bestehende Vorkommen ausweiten, werden unattraktiv gemacht oder verboten. | |
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Finanzinstitute müssen gesetzlich verpflichtet werden, Transitionspläne für die Dekarbonisierung vorzulegen. Diese sollen wissenschaftsbasierte Klimaziele, ausgerichtet an den Zielen des Pariser Klimaabkommens inklusive Scope-3-Emissionen, und darauf abgestimmte, messbare Zwischenziele und Massnahmen zu deren Erreichung enthalten. |
Finanzinstitute müssen gesetzlich verpflichtet werden, glaubwürdige Transitionspläne für die Dekarbonisierung vorzulegen und umzusetzen. Diese sollen wissenschaftsbasierte Klimaziele, ausgerichtet an den Zielen des Pariser Klimaabkommens inklusive Scope-3-Emissionen, und darauf abgestimmte, messbare Zwischenziele und Massnahmen zu deren Erreichung enthalten. Mittelfristig sind auch Naturaspekte in die Transitionspläne integriert. Die Umsetzung der Transitionspläne wird unabhängig überprüft. | |
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Um Transparenz innerhalb des Finanzsektors und für die Öffentlichkeit zu schaffen, sollen bestehende Schweizer Buchhaltungsstandards (z.B. Swiss GAAP FER) unter Berücksichtigung aller Bereiche (Scope 1-3) auf die Dokumentierung von CO2-Emissionen ausgeweitet werden. Diese Erweiterung ist ausserdem ein Kriterium für die Aufnahme in die Schweizer Börse. Die Teilnahme an den zweijährlichen Klimaverträglichkeitstests des BAFU ist für alle Finanzinstitute, inklusive Nationalbank, verbindlich. Das BAFU darf zudem die individuellen Testresultate veröffentlichen. |
Inwiefern sind diese Ziele wenn die neuen Nachhaltigkeitsberichterstattungvorgaben umgesetzt sind? | |
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Wichtig ist eine gezielte Lenkung von Kapital in klimafreundliche Sektoren oder Unternehmen, welche für die Transition der gesamten Wirtschaft zu einer CO2-neutralen Wirtschaft notwendig sind: Dies kann unter anderem mittels einer grünen Investitionsbank erfolgen, welche die Mittel für grüne Investitionen und Kredite für Firmen und Projekte bereitstellen kann und Risikoaufschläge bei den Zinsen verhindern soll.Die öffentliche Hand nimmt eine Vorreiterrolle ein, indem sie insbesondere staatliche Unternehmen dazu verpflichtet, bei ihren (Auslands-)Investitionen klare und strenge Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten. Negativlisten von Unternehmen sind für Investitionen aller staatlichen Institutionen ausgearbeitet und werden regelmässig auf aktualisierte Kriterien überprüft, auf den gesamten Bereich der Nachhaltigkeit ausgeweitet und für verpflichtend erklärt. Bilaterale Investitionsschutzabkommen als wichtigstes Instrument zum Schutz von Direktinvestitionen im Ausland werden auf nachhaltige und klimafreundliche Investitionen beschränkt. |
Wichtig ist eine gezielte Lenkung von Kapital in klimafreundliche Sektoren oder Unternehmen, welche für die Transition der gesamten Wirtschaft zu einer CO2-neutralen Wirtschaft notwendig sind: Dies kann unter anderem mittels einer grünen Investitionsbank erfolgen, welche die Mittel für grüne Investitionen und Kredite für Firmen und Projekte bereitstellen kann und Risikoaufschläge bei den Zinsen verhindern soll.Die öffentliche Hand nimmt eine Vorreiterrolle ein, indem sie insbesondere staatliche oder öffentlich-rechtliche Unternehmen dazu verpflichtet, bei ihren (Auslands-)Investitionen klare und strenge Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten. Negativlisten von UnternehmenAktivitäten sind für Investitionen aller staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Institutionen ausgearbeitet und werden regelmässig auf aktualisierte Kriterien überprüft, auf den gesamten Bereich der Nachhaltigkeit ausgeweitet und für verpflichtend erklärt. Bilaterale Investitionsschutzabkommen als wichtigstes Instrument zum Schutz von Direktinvestitionen im Ausland werden auf nachhaltige und klimafreundliche Investitionen beschränkt. | Negativlisten: Aktivitäten anstelle von Unternehmen. Auch fehlt der Aspekt einer umfassenden Taxonomie, also demnach Positiv-Listen für die Förderung von Natur-Positiven-Aktivitäten. |
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Treuhänderische Pflichten müssen auf die Klimawirkung ausgeweitet werden. Das explizite Umschreiben von Gesetzestexten ist notwendig, damit institutionelle Investoren ihre Treuepflichten mit Rechtssicherheit ausüben können. |
Treuhänderische Pflichten müssen auf die Klimawirkung ausgeweitet werden. Das explizite Umschreiben von Gesetzestexten ist notwendig, damit institutionelle Investoren ihre Treuepflichten mit Rechtssicherheit ausüben können. Selbstregulierungen der Finanzbranche werden einen unabhängigen Wirksamkeitevalution unterzogen. Zeigen sie nicht die erwünschte, greifen staatliche Massnahmen. | |
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Als Teil einer Bildungs- und Weiterbildungsoffensive sollen Unternehmen im Schweizer Finanzsektor verpflichtet sein, bis 2030 sämtliche Beschäftigten zum Thema Klimarisiken weiterzubilden. |
Als Teil einer Bildungs- und Weiterbildungsoffensive sollen Unternehmen im Schweizer Finanzsektor verpflichtet sein, bis 20302027 sämtliche Beschäftigten zum Thema KlimarisikenKlimawirkung weiterzubilden. Wichtige Themen dabei sind: Doppelte Materialität, Klimawandel, Biodiversitätskrise & Ökosystemdienstleistungen, Die Diskussion von Klimawirkung der angebotenen Produkte ist in den Beratungsprozess integriert. Per Default werden Produkte mit Nachhaltigkeitsbezug angeboten. Investitionsprodukte stehen im Einklang mit internationalen Klima- oder Entwicklungszielen (z. B. CO2-Absenkpfad im Einklang mit dem 1.5°C-Szenario des IPCC oder Beitrag zu einem oder mehreren SDGs durch thematische Titelselektion) oder einen positiven Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten. | |
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Investoren und Asset-Manager setzen im Rahmen von Active Ownership mit einer öffentlich einsehbaren Eskalationsstrategie ihr Gewicht als Finanzierer gegenüber den Unternehmen ein, welche die grösste Verantwortung für die weltweiten Treibhausgasemissionen haben. |
Investoren und Asset-Manager setzenwerden verpflichtet sich im Rahmen von Active Ownership mit einer öffentlich einsehbaren Eskalationsstrategie ihr Gewicht als FinanziererInvestoren gegenüber den Unternehmen eineinzusetzten, welche die grösste Verantwortung für die weltweiten Treibhausgasemissionen habenund Zerstörung der Natur haben. Die an die Unternehmen kommunizierten Erwartungen umfassen nicht nur die durch Klimawandel und Biodiversitätsverlust verursachten Risiken, sondern auch die Wirkung auf Klima und Biodiversität. Finanzunternehmen legen die Ergebnisse dieser Active-Ownership-Aktivitäten offen und setzten geeignete Massnahmen bei Nichterreichen der Ziele um. |